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Aktuelle Ausgabe 01SO/2019

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  • Seit 2015 erfüllen stickstoffbindende Pflanzen die Vorgaben für Ökologische Vorrangflächen. Seitdem macht sich bei Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und heimisch angebautem Soja eine immer stärker werdende Aufbruchsstimmung bemerkbar! Zuvor jedoch führten diese Kulturen trotz ihres hervorragenden Vorfruchtwertes eher ein Schattendasein.
  • Die zeitweilige Anbauausdehnung der Ackerbohnenflächen in den 1980er Jahren bewirkte einen enormen Anschub der Ackerbohnenzüchtung, der bis heute nachwirkt. Die in heutigen Sorten verankerten Fortschritte wären ohne diese intensivierte Forschungsperiode nicht möglich gewesen. Stillstand gab es in der Züchtung nie!
  • Ackerbohnen stellen nur sehr geringe Ansprüche an die Bodenbearbeitung und Aussaat. Für eine kostengünstige Produktion sollten die Potenziale dieser Robustkultur genutzt werden.
  • Die Palette der Pflanzenschutzmittel in Ackerbohnen war im Vergleich zu den großen Getreidekulturen immer schon recht schmal. Zudem schränken Wirkstoffwegfall das Pflanzenschutzverbot in Greening-Leguminosen die sichere Kulturführung weiterhin ein. Bei knapper Wirtschaftlichkeit der Ackerbohne sollte jeder Anbauer Maßnahmen nach ihrer wirtschaftlichen Schadschwelle bewerten.
  • Die FAVA-TRADING ist die Antwort von Landwirten und einer Primärgenossenschaft auf die unzureichenden Vermarktungsstrukturen für Ackerbohnen in Norddeutschland. Die Zwischenbilanz des Geschäftsführers und Landwirts Jan Schulze-Geißler nach zwei Jahren: Der deutsche Lebensmittelmarkt ruft nach Ackerbohnen.
  • Zukunft braucht manchmal eine gute Portion Rückbesinnung und Mut zum Handeln. Dazu gehört auch, dass man den Blick weit nach vorne richtet, die eigenen Stärken und Schwächen erkennt und seinen eigenen Weg geht. Ein Bericht von Karl-Adolf und Maria Kremer aus Linnich, Landwirte und Mitbegründer des Vereins Rheinische Ackerbohne e.V.
  • Craig Padley, Züchtungsleiter bei LS Plant Breeding Ltd cin, Impington/Cambridge berichtet über ein interessantes Projekt in Großbritannien. Das ambitionierte Ziel: 30 % der für die Geflügelfütterung verwendeten Sojamenge sollen ersetzt werden – durch vicin- und convicinarme (LVC) Ackerbohnensorten.
  • Ackerbohnen und Körnererbsen sind wie alle Leguminosen durch ihre Symbiose mit Knöllchen­bakterien in der Lage, Luftstickstoff zu binden und in pflanzenverfügbaren Stickstoff umzuwandeln. Eine Stickstoffdüngung ist vor diesem Hintergrund also nicht nötig. Weitere Grund- und Mikronährstoffe haben aber, je nach Standort, eine hohe Bedeutung für die Ertragsfähigkeit von Leguminosen
  • Die hohe Importrate von Eiweißfuttermitteln, die zunehmende Forderung des Lebensmitteleinzelhandels nach einer GVO-freien Fütterung und einem Verzicht auf Sojaimporte machen die Suche nach geeigneten Eiweißalternativen zu einem zentralen Thema der Tierernährung. Welche für die Fütterung relevanten Eigenschaften haben die heimischen Eiweißträger Erbsen und Ackerbohnen? Und welche Einsatzmöglichkeiten in der Nutztierfütterung ergeben sich daraus? Ein Beitrag von Prof. Dr. Gerhard Bellof, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
  • Die Anrechnung der Leguminosen im Greening sowie verschiedene Agrarförderprogramme in den einzelnen Bundesländern führten zu einer Verdoppelung der Anbauflächen. Seit dem 01.01.2018 sind Pflanzenschutzmittel auf Ökologischen Vorrangflächen verboten und der Anrechnungsfaktor von Leguminosen wurde von 0,7 auf 1,0 angehoben. In der Folge gingen vor allem bei Körnererbsen die Anbauflächen deutlich zurück. Dabei kann auch ohne Greening und Co. der Anbau von Körnerleguminosen hoch wirtschaftlich sein!
  • Die Erbse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, die schon sehr lange der menschlichen Ernährung dient. In den letzten Jahrzehnten wurde sie zudem kontinuierlich zu einer Mähdruschfrucht entwickelt.
  • Der Anbau von Körnererbsen stellt hohe Ansprüche an den Boden und seine Bearbeitung. Für den erfolgreichen Körnererbsenanbau gilt: 
Je sorgfältiger Bodenbearbeitung und Aussaat durchgeführt werden, umso sicherer und höher sind Pflanzenaufgang und Ertrag.
  • … und auch noch die Ökonomie stimmt, sollte man sowohl die Biologie relevanter Krankheiten und Schädlinge als auch die zugelassenen Pflanzenschutzmittel und deren Wirkung gut kennen. Genauso wichtig ist ein gutes Herbizidmanagement, um die Bestände weit­gehend unkrautfrei zu halten.
  • Martin Jahn ist Geschäftsführer der Emsland Aller Aqua GmbH in Golßen (Brandenburg), einer Tochtergesell­schaft der Emsland Group mit Sitz in Emlichheim (Niedersachsen), dem führenden erbsenverarbeitenden Unternehmen des Landes. Bis dahin war es ein „harter Weg, doch wir sind froh, dass wir ihn gegangen sind.“  
  • Vielfalt erhöhen, neue Märkte bedienen und ackerbauliche Vorteile nutzen – Stephan Nagel, Betriebsleiter der Karstädter Agrarbetrieb GmbH berichtet über den Anbau von Körnererbsen in der Region Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern).