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Aktuelle Ausgabe 03/2018

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02/2011
  • Hat die Züchtung „aufs falsche Pferd gesetzt? Bei niedrigen Getreidepreisen war die Ausrichtung auf gesunde Sorten mit geringem Aufwand richtig. Bei höheren Getreidepreisen lohnen sich aber wieder anfälligere Sorten.“ Heute, vier Jahre nach dieser provokanten Empfehlung*, stellt sich die gleiche Frage erneut.
  • Neue Verzehrgewohnheiten erfordern neue Mehlqualitäten und damit neue Weizensorten. Wie kann man mit welchen Sorten Weizenqualitäten produzieren, die den modernen Verbraucherwünschen und Anforderungen gerecht werden? Kann dabei die gesamte Wertschöpfungskette profitieren? Ein Projekt (s. Kasten), in dem der neue E-Weizen Genius über die gesamte Wertschöpfungskette getestet wurde, sollte diese Fragen klären.
  • Wie oft hat man es in den letzten zwei Jahren lesen können: Ein deutlicher Ertragsfortschritt sei mit klassischen Züchtungsmethoden nicht möglich. Die neuen Zulassungen im Winterweizen 2011 jedoch lehren Besseres: Züchtungsfortschritte in Ertrag und Qualität sind möglich! Dabei musste das Bundessortenamt bei der Qualitätsstufenzuordnung allerdings ganz neue Wege gehen.
  • Karsten Trunk, Leiter des Görminer Landwirtschaftsbetriebs „Peenetal“, hat Konsequenzen aus der Achterbahnfahrt der letzten Jahre gezogen: „Die Wirklichkeit folgt nicht den Prognosen – eher ist es umgekehrt!“ Praktiker sollen sich selbst eine Meinung bilden und sich bei Anbau und Vermarktung „nicht von kurzfristigen Stimmungen oder Expertenmeinungen leiten lassen.“
  • Zwei Entwicklungen rücken das Thema Fruchtfolge wieder stärker in die Diskussion: Zum einen der zunehmende Anteil der „Cashcrops“ Winterweizen und Winterraps und damit auch Stoppelweizen. Gerade bei konservierender Bodenbearbeitung kam es so deutschlandweit zu erstem Auftreten von resistenten und damit schwer bekämpfbaren Ungräsern. Zum anderen ist der Ausbau des Biogassektors zu nennen, mit dem Anstieg der Maisflächen erhält die Teller-Tank-Diskussion neue Nahrung. Fachberater Stefan Hesse überlegt, mit „unkonventionellen“ Biogasfruchtfolgen beide Probleme zu lösen.
  • Enge Biogasfruchtfolgen können schon kurzfristig zu acker- und pflanzenbaulichen Problemen führen, die dann bei Mais massive Ertragsreduktionen zur Folge haben werden. Gefordert wird von der Politik jedoch, die Energiegewinnung über den Acker auszuweiten – also die Erträge der Biogaskulturen zu steigern. Mit der Integration von Winterraps in Biogasfruchtfolgen können Ertragsminderungen vermieden und die Leistungsfähigkeit der Fruchtfolge insgesamt gesteigert werden.
  • Die Biogasanlage in Neuhof (Mecklenburg-Vorpommern) versorgt seit Dezember 2010 ein ganzes Dorf mit Strom und Wärme. Das besondere dabei ist, dass sich Anlage und Dorf im Biosphärenreservat Schaalsee befinden und hier besondere ökologische Vorgaben gelten. Anbauversuche vor Ort sollen Anregungen für ökologisch verträgliche Biogasfruchtfolgen geben. Dabei kommen auch außergewöhnliche Kulturen auf den Prüfstand.
  • Biogasanlagen sprießen überall aus dem Boden, bestimmen nicht selten das gesamte Landschaftsbild. Um die Anlagen herum ist oft Mais vorherrschend , was in den Kommunen zunehmend auf Kritik stößt. In der Umgebung der SBW Biogas Leibach GmbH sieht man hingegen vergleichsweise wenig Maisflächen, dafür aber Wintergetreide, Grünland, Zuckerrüben und auf einigen Flächen sogar Futterrüben. Die Betreiber der Anlage zeigen, dass auch mit erweiterten Fruchtfolgen ökonomisch Biogas produziert werden kann. praxisnah sprach mit Elke Behle, der Geschäftsführerin und Karl-Heinrich Behle, dem technischer Leiter der Anlage.
  • Mit einer hohen Milchleistung aus dem Grundfutter sinken die Produktionskosten je Liter Milch. Eine qualitativ hochwertige Grassilage ist der Grundstein für eine hohe Futteraufnahme der Kühe und beste Leistung. Damit aus Top-Grünlandbeständen auch wirklich eine Top-Silage erzeugt werden kann, müssen viele Schritte optimal ineinandergreifen. Alfons Fübbeker von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt dazu wertvolle Tipps.