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Aktuelle Ausgabe 02/2018

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03/2011
  • Die Wahl der Fruchtfolge wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren bestimmt: Neben der Ökonomie spielen Standortverhältnisse, betriebliche Ausrichtung, Personal und der Technik auch pflanzenbauliches Können und zunehmend spezifische Pflanzenschutzprobleme (z.B. herbizidresistente Ungräser) eine Rolle. Oft wird für die Darstellung der ökonomischen Effizienz auf eine einfache Deckungsbeitragsrechnung zurückgegriffen. Prof. Bernhard C. Schäfer, Fachhochschule Südwestfalen, Soest, hält diese ökonomische Herangehensweise für falsch und empfiehlt eine umfassendere Erfolgsrechnung.
  • Die im vorherigen Beitrag beschriebenen Anbauversuche der SAATEN-UNION bei Winterweizen (S. 2–3) belegen deutliche Unterschiede in der Saatzeit- und Vorfruchteignung der geprüften Sorten. Aber auch der Standort spielt eine ganz entscheidende Rolle.
  • Die höhere Leistungsfähigkeit von Hybriden ist seit langem bekannt, auch wenn der physiologische Hintergrund der Heterosis1 bis heute nicht restlos geklärt ist. Spezielle Anbauversuche der SAATEN-UNION belegen eine deutlich bessere Stressstabilität von Weizenhybriden auch nach Frühjahrstrockenheit.
  • Für Peter Krog ist Wintergerste außerordentlich wirtschaftlich: Erstens liegen die Erträge mit durchschnittlich über 100 dt/ha nur knapp unter Weizen, zweitens erbringt diese Kultur gute Fruchtfolgeleistungen. Die hohen und sehr stabilen Wintergerstenerträge des Betriebes basieren nicht nur auf den guten klimatischen Bedingungen – sie wurden systematisch erarbeitet. Andreas Henze, Fachberater für Schleswig-Holstein, sprach mit dem Betriebsleiter Peter Krog.
  • Im Naturraum Fränkische Platten werden intensiv höchste E-Weizenqualitäten produziert. Und dies, obwohl hier die wenig tiefgründigen, sandigen Lehme in Verbindung mit jährlich wiederkehrenden Trockenperioden das natürliche Ertragspotenzial begrenzen. Ernst Rauh, Fachberater für Franken (im Bild rechts), sprach mit Klaus Warmuth, Verwalter des Hofgutes Wadenbrunn des Grafen Schönborn, über Gegenwart und Zukunft einer Qualitätsweizenproduktion auf höchstem Niveau unter erschwerten Bedingungen.
  • Roggen wird zunehmend auf die ertragsschwächsten Standorte verdrängt. Daher muss diese Kultur wie keine andere bei hohen Erträgen äußerst günstig produziert werden. praxisnah sprach mit dem Roggenzüchter Dr. Franz-Joachim Fromme über seine neue, sehr leistungsfähige Hybridroggengeneration.
  • Beim Rapsdrusch sind eine Vielzahl von Faktoren für die Mähdruschleistung mit verantwortlich. Die Dreschertechnik und das Know-how des Fahrers auf der einen Seite, das Abreifeverhalten der Sorte auf der anderen. Dabei wird der Einfluss der Sorte immer wichtiger. Klaus Semmler, AgrarTraining, erläutert, wie sich die Mähdruschleistung optimieren lässt.
  • Durch Systematisierung von Arbeitsabläufen im Gesundheits- und Trogmanagement bringen erfolgreiche Betriebe Konstanz in die Herde. Maissilagen nehmen in sehr vielen Rationen für laktierende Kühe mindestens die Hälfte der Trockensubstanz aus Grobfutter ein. Der Einfluss der Verdaulichkeit von Maissilagen auf die Tiergesundheit ist für die Herdenleistung daher bedeutend, wie Rudolf Keller, HCS Herdenmanagement, erläutert.
  • Besonders in Betrieben mit hohem Zuckerrüben- oder Kartoffelanteil und erosionsgefährdeten Flächen sind Zwischenfrüchte zu einem festen Bestandteil in der Fruchtfolge geworden. Ihr Potenzial, Schäden durch bodenbürtige Nematoden und Viren zu vermeiden, ist enorm. Aber nicht alle Zwischenfrüchte sind gleich gut zur Bekämpfung bestimmter Erreger oder zum Einsatz in Mulchsaatsystemen geeignet. Michaela Schlathölter erläutert den effektiven Einsatz von Zwischenfrüchten.