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Silageverdaulichkeit: wichtig für die Tiergesundheit

Durch Systematisierung von Arbeitsabläufen im Gesundheits- und Trogmanagement bringen erfolgreiche Betriebe Konstanz in die Herde. Maissilagen nehmen in sehr vielen Rationen für laktierende Kühe mindestens die Hälfte der Trockensubstanz aus Grobfutter ein. Der Einfluss der Verdaulichkeit von Maissilagen auf die Tiergesundheit ist für die Herdenleistung daher bedeutend, wie Rudolf Keller, HCS Herdenmanagement, erläutert.

Gute Maissilage
Gute Maissilage
Der fromme Wunsch vieler Milchviehhalter – „Meine liebsten Kühe sind die, die unauffällig melken und stetig ihre Leistung bringen“ – scheitert oft an den täglichen Herausforderungen im Stall, speziell an suboptimalem Trogmanagement.

Subklinische Pansenazidose muss nicht sein!
Will man die Vorgänge im Pansen einer Hochleistungskuh richtig steuern, bewegt man sich mit der Ration auf einem schmalen Grat: Einerseits ist eine hohe Nährstoffdichte Voraussetzung für eine effiziente Milchbildung, andererseits besteht die Gefahr einer subklinischen Pansenazidose. Die Sorglosigkeit im Umgang mit dieser „Zivilisationskrankheit“ von Milchkühen ist immer wieder erschreckend. Erst kürzlich konterte ein Milchviehhalter im Beratungsgespräch den Hinweis, die Stärkedynamik im Pansen zu beachten, mit der Floskel: „Da müssen die Kühe durch“.

Hinlänglich bekannt ist, dass Unterschiede in der Verdaulichkeit von Faser und Stärke sich extrem variabel auf Leistungsparameter von Milchkühen auswirken können. Wissenschaftler wie Prof. Mike Allen von der Michigan State University (USA) bearbeiten dieses Thema seit Jahren. Sie hinterfragten in Versuchsreihen die Grundmechanismen der Pansenphysiologie und erarbeiteten so den Stellenwert der Nutzpflanze Mais in der Fütterung von Hochleistungskühen.

Faserverdauung
Ziele einer Ration für Hochleistungskühe sind
• eine möglichst hohe Verdaulichkeit der organischen Masse,
• ein gleichzeitig niedriger Füllungsgrad und
• ein konstanter pH-Wert.

Silomais als Grobfutterkomponente hat wesentlichen Einfluss auf die Faserdichte einer Ration, der am besten mit Hilfe des NDF-Gehaltes erfasst wird. Sortenbeschreibungen kennzeichnen einen weiten Bereich von 38–52 % NDF. Mais ist ein einjähriges Gras und NDF aus Maissilage kann im Pansen schnell verarbeitet werden. Zwar ist mit Maissilage eine Futterkomponente verfügbar, mit der in der Gesamtration die Faserdichte begrenzt werden kann, allerdings liegt der Zielbereich für Hochleistungsrationen bei 32–34 % NDF. Mit Maissilagen über 45 % NDF können diese Zielvorgaben also kaum noch erreicht werden.
Neben der genetischen Veranlagung beeinflussen der Vegetationsverlauf und der Erntezeitpunkt nachhaltig den Faseranteil in der Pflanze.

Futteraufnahme
Futteraufnahme als Funktion von Pansenfüllung und Passagerate wird wesentlich von der Verdaulichkeit der NDF-Fraktion bestimmt. Insbesondere hochverdauliche Grobfutterkomponenten ermöglichen höhere Futteraufnahmen, wenn das Pansenvolumen wie z.B. bei Hochleistungskühen begrenzend wirkt. Aber selbst im hinteren Laktationsbereich führt die Anhäufung von Energie-Stoffwechselprodukten im Blut, die nicht in eine Erhöhung der Insulin-Ausschüttung münden, zu einer höheren Milchleistung und nicht zu gesteigertem Körperansatz. Ein positiver Effekt, da der übermäßige Aufbau von Fettreserven am Ende der Laktation mit massiven negativen Auswirkungen in der folgenden Transitperiode einhergeht.

Vorsicht: NDF-Abfall in nassen Jahren
Wissenschaftliche Untersuchungen am Institut von Prof. Mike Allen haben eine sehr starke Korrelation zwischen Ligningehalt im Bezug auf NDF und Verdaulichkeit gezeigt (s. Abb. 1), die auch in eigenen Untersuchungen bestätigt wurden. Je niedriger der Ligningehalt an NDF ist, desto höher die Verdaulichkeit.
Lignin in Prozent von NDF variiert zwischen 3 und 9 %. Für die richtige Sortenwahl ist es unbedingt notwendig, dass Sortenbeschreibungen Aussagen zur NDF-Verdaulichkeit enthalten. Eine Einigung auf ein Bestimmungsverfahren muss wegen der notwendigen Vergleichbarkeit unbedingt kurzfristig getroffen werden.

Allerdings ist Genetik wie immer nicht alles. Auch pflanzenbauliche Aspekte wie Aussaatstärke oder der Vegetationsverlauf können den Einfluss der Züchtung überlagern. Prof. M. Allen hat mit Exaktversuchen nachgewiesen, dass die NDF-Verdaulichkeit in warm-nassen Jahren deutlich schlechter ist als in trocken-heißen Jahren und damit einen begrenzenden Faktor für Herden-Höchstleistungen darstellen kann. Auch Praktiker bestätigen diesen Zusammenhang immer wieder: Jahre mit langen Wärmeperioden ohne Niederschlag führen zu Trockenstress für die Maispflanzen. Aussagen wie „Unsere Silos waren viel schneller leer“ begegnen uns in dem darauffolgenden Jahr regelmäßig.

Zahnmais oder auch Dentmais genannt
Zahnmais oder auch Dentmais genannt
Flintsorten für maislastige Rationen
Die Nutzpflanze Mais wurde in ihrer Züchtungsgeschichte aber vor allem wegen ihres Stärkepotenzials im Kolben bearbeitet. Das Spektrum an Maishybriden erstreckt sich von eher mehligen (Dent- oder Zahnmais) bis zu glasigen (Flint- oder Hartmais) Endosperm-Typen (siehe Bilder links). Pflanzliche Proteine umhüllen dabei in unterschiedlichem Ausmaß (mehlig -> gering; glasig -> viel) Stärkegranulate und hemmen so die mikrobielle Stärkeverfügbarkeit im Pansen unterschiedlich stark. Ein weiterer wichtiger Parameter für die Verdaulichkeit des Korns ist der Feuchtigkeitsgehalt: Mit steigender Trockenmasse nimmt die Glasigkeit zu und die Verdaulichkeit ab. Daraus leitet sich die Erfahrung der hohen Pansenbeständigkeit von Stärke bei der Verfütterung von Körnermais im Gegensatz zu Feuchtmais ab.
Flintyp, auch Hartmais genannt
Flintyp, auch Hartmais genannt

Auch wichtig zu wissen: Bei einsilierten Maiskörnern verbessert sich im Laufe der Monate die Stärkeverdaulichkeit. Im feuchten Milieu bleiben Enzyme aktiv, die die Hüllproteine abbauen und damit die Stärkegranulate dem bakteriellen Fermentationsprozess zugänglicher machen. Verfügbarkeit vorausgesetzt, sollten im Winterhalbjahr Silomais-Hybriden mit höherem Dent-Anteil verfüttert werden, da hier schon von Beginn an die Stärke verfügbar ist. Sorten mit höherer Glasigkeit benötigen für eine gute mikrobielle Stärkeverfügbarkeit aber eine längere Siloverweildauer und sollten daher bei maislastigen Rationen eher in der Sommerperiode verfüttert werden.


Fazit
Sicherlich ist die Wahl geeigneter Maissorten für die Herdenleistung nicht allein entscheidend. Aber mit dem richtigen Blick auf wichtige Auswahlkriterien können Milchviehhalter beim Kauf von Silomais-Hybriden ihre Kühe mit verbesserter Pansengesundheit zu höheren Milchleistungen führen. Dabei gilt es zunächst, sich von gewohnten Pfaden – wie dem Streben nach möglichst hohem Stärkeertrag – zu entfernen und die Ertragsorientierung an der Energieausbeute sowohl über Stärke als auch über die Faseranteile ins Auge zu fassen.

Relevante Inhaltsstoffe in Silagen variieren stark.

Daher sind regelmäßige Analysen vor der Verfütterung eine zentrale Strategiemaßnahme, um die Tiergesundheit über die Fütterung zeitnah positiv zu beeinflussen.

Durch eine regelmäßige Beprobung kann man auf Veränderungen des Trockensubstanzgehaltes im Silostock zeitnah reagieren.

Bedienerfreundliche Geräte wie der „Q-Dry“ erleichtern die Analyse des Trockensubstanzgehaltes ganz erheblich.


Stand: 08.07.2011