Aktuelle Ausgabe 03/2019

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Selektionsarbeiten  in der Pflanzenzüchtung sind vor allem im Feld aufwendig und personalintensiv. Das Forschungs-Gemeinschaftsprojekt „SENSELGO“ soll diese Arbeiten erheblich vereinfachen und auch objektiver machen: Damit in Zukunft der Zuchtfortschritt noch schneller in der Praxis ankommt.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

„SENSELGO“ wird von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. gefördert und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Osnabrück und der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim. Das Ziel ist, die Züchtung von Getreide, hier am Beispiel Triticale, als ressourceneffiziente Rohstoffpflanze zu unterstützen.

Bei der Züchtung wird während der Vegetationsphase die die Auswahl in den Zuchtparzellen aufgrund optischer Eigenschaften getroffen. Würde man massenweise Pflanzen für Laboruntersuchungen oder Wiegungen ernten oder beschädigen, könnte man mit diesen Pflanzen ja nicht weiterzüchten. Es bleibt bei der Arbeit im Zuchtgarten also nur die Phänotypisierung, also das Selektieren aufgrund des Erscheinungsbildes. Diese optische Bonitur soll von Sensoren übernommen werden: Die zur sensorbasierten Phänotypisierung von Feldversuchen bei Getreide notwendigen Sensoren sind an verschiedenen Positionen auf einem Trägerfahrzeug montiert. Das Trägerfahrzeug kann auf unterschiedliche Parzellenbreiten und Pflanzenhöhen eingestellt werden und ist in einem Modulsystem mit unterschiedlichen Sensoren, Kameras und hochauflösende Bilder produzierenden Lichtgittern ausgerüstet. Die Daten der verschiedenen Sensorsysteme können gemeinsam zur Messung von Pflanzeneigenschaften genutzt werden.

In der hier vorgestelten Summe ist die Technik finaziell für einen Züchter kaum darstellbar. Einzelne Komponenten werden aber schon erfolgeich in der Praxis eingesetzt. Zum Beispiel auf der Versuchsstation Moosburg, wobei hier das Träger"farhrzeug" eine Drohne ist. So kann z. B. die Pflanzenhöhe eines Bestandes mit nur zwei Überflügen sehr zuverlässig und vor allem schnell ermittelt werden. Mit derselben Kamera kann man per Drohne die Pflanzen in einem Maisbestand sehr schnell zählen, in einem anderen Verfahren ermittelt eine Multispektralkamera in den Moosburger Versuchsparzellen die Biomasse von Getreidebeständen.


Stand: 25.06.2019