Aktuelle Ausgabe 02/2018

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Pflanzen versorgen sich durch das Wurzelsystem mit Nährstoffen und Wasser. Die Bodenbearbeitung muss dementsprechend eine maximale Durchwurzelungsfähigkeit der jungen Rapspflanzen gewährleisten. Nur so können die Voraussetzungen für optimale Erträge geschaffen werden. Wichtig ist, dass die Bodenbearbeitung zu Raps sich an den Gegebenheiten des Bodens orientiert.

Bodenbearbeitung
Pflanzen versorgen sich durch das Wurzelsystem mit Nährstoffen und Wasser. Die Bodenbearbeitung muss dementsprechend eine maximale Durchwurzelungsfähigkeit der jungen Rapspflanzen gewährleisten. Nur so können die Voraussetzungen für optimale Erträge geschaffen werden. Wichtig ist, dass die Bodenbearbeitung zu Raps sich an den Gegebenheiten des Bodens orientiert.

Generell gilt:

  • Je leichter der Boden, desto tiefer sollte gearbeitet werden.
  • Je feuchter der Boden desto flacher sollte gearbeitet werden.
  • Innerhalb einer Fruchtfolge sollte die Bearbeitungstiefe variieren.

Nur Spitzensaatgut in Kombination mit optimaler Beizqualität erlaubt eine exakte, dünne Aussaat als Grundlage für eine optimale Bestandesführung.
Nur Spitzensaatgut in Kombination mit optimaler Beizqualität erlaubt eine exakte, dünne Aussaat als Grundlage für eine optimale Bestandesführung.
In der Vergangenheit war im Rapsanbau die klassische Pflugsaat stark verbreitet, da Sie bei korrekter Durchführung nahezu optimale Bedingungen für die Rapsaussaat schafft. Aus arbeitswirtschaftlichen und aus Kostengründen wird aber mittlerweile auch im Rapsanbau vermehrt auf den Pflug verzichtet. Momentan werden nur noch ca. 50 % der Fläche in Pflugsaat bestellt. Auf der anderen Hälfte der Rapsflächen werden Mulchsaaten durchgeführt. Neben einer bei Rapsmulchsaaten üblichen tiefen Lockerung werden vermehrt auch Verfahren mit flacher Lockerung eingesetzt.

Sortenwahl
Aufgrund von umfangreichen Praxisversuchen und Mulchsaat-Eignungsprüfungen auf verschiedenen Standorten kann RAPOOL spezielle Sortenempfehlungen für Mulchsaaten und schwierige Situationen geben. Erfolgt die Mulchsaat früh und für die Pflanze ist eine lange Herbstentwicklung möglich, können die Liniensorten ARAGON, OASE, BILLY, VIKING und LORENZ bevorzugt eingesetzt werden. Bei normalen und späteren Aussaatterminen von Mulchsaaten können speziel die Sorten TAURUS, TRABANT, ELEKTRA, TITAN und ZEPPELIN empfohlen werden.

Aussaat
Der Saatzeitpunkt sollte sich in dem Zeitraum von Anfang August bis Anfang September bewegen. Der Raps sollte vor Winter 8-10 Laubblätter und einen Wurzelhalsdurchmesser von ca. 8 mm erreichen. Eine flache Aussaattiefe (ca. 2 cm) in ein gut abgesetztes und rückverfestigtes Saatbett sollte angestrebt werden. Die Aussaatstärken richten sich in der Regel nach dem Sortentyp und dem Saattermin.

Liniensorten:

  • Frühsaat bis 15. August: 30-40 kf. Kö/m2
  • Normalsaat (15.-30. August): 50-65 kf. Kö/m2
  • Spätsaat (ab 30. August): 80 kf. Kö/m2.

Bei Spätsaaten bieten Hybridsorten deutliche Vorteile.

Der Standort bestimmt die Sorte
Der Standort bestimmt die Sorte
Hybridsorten:

  • Frühsaat: ab dem 15. August können die Hybriden TAURUS und TRABANT mit 35 kf. Kö/m2 gedrillt werden.
  • Normalsaat: 40-50 kf. Kö/m2
  • Spätsaat: ab dem 30. August 65 kf. Kö/m2. Hier sind alle Hybriden geeignet. Wenn es besonders spät wird, sollten TITAN, ELEKTRA und TENNO angebaut werden.

Berechnung der Aussaatmenge
Keimf. Körner x TKG (g) / Keimfähigkeit (%) = Saatmenge kg/ha

Beispielrechnung:
45 (kf. Körner) x 7,0 g (TKG)/ 98 % (Keimfähigkeit) = 3,2 kg/ha (Aussaatmenge)
In der Regel liegt die ideale Bestandesdichte der Hybridsorten bei 40-50 Pfl./m2 und der Liniensorten bei 50-60 Pfl./m2.

Reihenabstand
Bei kleineren TKGs kann jedes zweite Säschar zugemacht werden und auf doppelten Getreideabstand gedrillt werden.

Beizung
Die Ausdehnung des Rapsanbaus und extensivere Bodenbearbeitungsverfahren haben eine steigende Krankheits- und Schädlingsbelastung der Rapspflanzen zur Folge. Aus diesem Grund bietet RAPOOL neben der Standardbeizung Chinook die Premiumbeizung mit verstärktem insektizidem Beizschutz an. Eine weitere Variante ist die Premiumbeizung plus DMM, die zusätzlich einen Schutz gegen den Falschen Mehltau bietet und sich durch eine zusätzliche Wachstumsförderung auszeichnet.

Standorteignung
Bei der Wahl der richtigen Sorte ist neben der Aussaatzeit auch der Standort zu beachten. Je schwieriger der Standort, desto wichtiger ist die Wahl der richtigen Sorte und eine angepasste Produktionstechnik. Die Übersicht zeigt, worauf es auf den unterschiedlichen Standorten ankommt und welche Eigenschaften von den Sorten gefordert werden.

Christina Dierker

Stand: 01.07.2007