Aktuelle Ausgabe 03/2018

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Wohl auf keinem anderen Agrarmarkt ist die vertikale Integration von der Rohstoffproduktion bis hin zum Endprodukt ausgeprägter als bei Braugerste. Und dabei schreitet die Europäisierung weiter voran.

Kämpft für einen lohnenden Braugerstenanbau: Dr. Matthias Keßler setzt sich seit Juni 2006 für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Braugerste ein.
Kämpft für einen lohnenden Braugerstenanbau: Dr. Matthias Keßler setzt sich seit Juni 2006 für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Braugerste ein.
Bei Braugerste rüstete die SAATEN-UNION jetzt konsequenterweise auf: Dr. Matthias Keßler soll neue Top-Genetik in Deutschland und europaweit an die Spitze bringen. Dazu bringt er die besten Voraussetzungen mit, denn er hat von der Brauerei bis zur Rohstoffproduktion/-vermarktung beruflich (fast) alles durchlaufen. Der erste Schritt in seiner beruflichen Laufbahn führte in die praktische Welt der Brauer und Mälzer, da der gebürtige Bremer zunächst eine Brauer- und Mälzerausbildung machte, denn: „Ich wollte das Handwerk von der Pike auf lernen – ich hatte keine Lust, die theoretischen Grundlagen zu studieren, wenn ich von der Praxis keine Ahnung habe.“

Es folgte das Studium von Brauwesen und Getränketechnologie an der TU München, das durch Auslandspraktika u.a. in Irland ergänzt wurde. „Die Prozesse, die beim Brauen und Mälzen ablaufen sind ziemlich kompliziert und das Studium machte vor allem eines klar: Es gibt noch sehr viel zu forschen, weil viele Vorgänge, die für die Qualität des Bieres wichtig sind, ungeklärt sind.“ Der Forschungsdrang war also geweckt und die nächsten 3,5 Jahre verbrachte Matthias Keßler folgerichtig im Forschungsbereich der TU München bei Prof. Werner Black am Lehrstuhl für Technologie der Brauerei I. Dort beschäftigte er sich intensiv mit dem Stärkeabbau im Gersten- und Malzkorn und dessen Bedeutung für den Brauprozess.

In die Brauereipraxis ist Matthias Keßler zwar nach der Promotion im Mai 2006 nicht zurückgekehrt, seinem Lieblingsthema Bier bleibt er aber treu, wenn er als Produktmanager für Braugerste innerhalb der SAATEN-UNION alle Aktivitäten von der Braugerstenzüchtung über die Produktion bis zum Mälzer/Brauer koordiniert.

Das Ziel: Ein enger „Schulterschluss“ zwischen den Marktpartnern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Braugersten. „Wenn wir enger zusammenarbeiten, werden wir künftig sicherstellen, dass Top-Sorten bei den Mälzern und Brauern akzeptiert werden. Das Scheitern von guten neuen Sorten ist immer gleichbedeutend mit einem Scheitern des Zuchtfortschrittes!“, betont Dr. Keßler.

Stand: 01.07.2006