Aktuelle Ausgabe 04/2018

Ausgaben

Sonderausgaben

Themen

Impressum

Datenschutzerklärung

A-Weizen wird in Deutschland züchterisch am intensivsten bearbeitet. A-Sorten haben in den letzten Jahren ertraglich deutlich zugelegt, während im B- und C-Segment kaum mehr ein Ertragsfortschritt zu verzeichnen war. Dank der höheren Wertschöpfung dürfte der Marktanteil der A-Sorten in den Marktfruchtregionen weiter ansteigen!

Abb. 1: Ertragseistufung der jeweils leistungsstärksten Sorten
Abb. 1: Ertragseistufung der jeweils leistungsstärksten Sorten
Abb. 1 beschreibt das Ertragsniveau der jeweils leistungsstärksten Sorten der vier Qualitätsgruppen nach den BSA-Einstufungen. Danach hat sich im C-Sortiment in den letzten sechs Jahren ertraglich nichts getan, der Ertragsfortschritt im E- und B-Sortiment stagniert seit zwei bzw. drei Jahren. Im A-Sortiment ist hingegen seit 2002 ein Leistungssprung über drei Ertragsklassen festzustellen, entsprechend etwa 12% Zugewinn. Dies ist eine bundesweite Betrachtung, entscheidend sind die mehrjährigen regionalen Vergleichserträge.

C-Weizen muss 10 % mehr dreschen!
Abb. 2 gibt eine Übersicht über die Preis und Ertragsentwicklung des Weizens seit 1998. Danach haben sich im vergangenen Wirtschaftsjahr die Weizenqualitäten preislich wenig differenziert. Im langjährigen Mittel notiert A-Qualität jedoch 0,65 €/dt über B-Weizen und 1,12 €/dt über Futterweizen. Dieser Preisvorteil entspricht einem Ertragsvorteil des A-Weizens von 5,5 % gegenüber B-, und 9, 5% gegenüber C-Sorten. Konsequenterweise ist diese Differenz bei der Interpretation der LSV-Ergebnisse den A-Sorten gutzuschreiben.

Abb. 2: Ertrags-/Preisentwicklung Winterweizen 1998-2005
Abb. 2: Ertrags-/Preisentwicklung Winterweizen 1998-2005
Beides – der geringere Ertragsabstand und die bessere Vermarktung – stärken in in Marktfruchtregionen die Wettbewerbsfähigkeit der A-Sorten gegenüber dem B- und C-Sortiment.

Sven Böse, Telefon: 0511 72666-251


SORTENEMPFEHLUNGEN A-WEIZEN

Schwerpunktsorten:

  • TOMMI
    Seit zwei Jahren bundesweit führende Sorte. Top-Kombination von günstigen Stroh- und Resistenzeigenschaften. Hoher Proteingehalt.
  • AKRATOS
    Ertragssieger der Landessortenversuche 2004. Winterhart, mittelfrüh, dürretolerant und gesund - geeignet für alle Standorte und Vorfrüchte.

Regionalsorten:

  • ALITIS
    Sehr wüchsige, frühe Sorte mit besonderer Anpassung an rauere und schwächere Anbaulagen.
  • NOAH
    Frühe, standfeste und sehr fußgesunde Sorte. Ideal bei Vorsommertrockenheit und als Stoppelweizen.

Neuzulassungen:

  • TUAREG
    Kornertrag Höchstnote „9“. Standfest und ausgezeichnet blattgesund. Für Anbaulagen mit gesunder Abreife.
  • TORRILD 1)
    Kornertrag „8“ mit „A7“-Qualität: Gute Protein- und hohe bis sehr hohe Sediwerte und Fallzahlen. Mittelkurz und standfest.

1) Zulassung wird im Sommer 2005 erwartet.

Stand: 01.07.2005