Aktuelle Ausgabe 03/2018

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CARRERO und RENI sind die Hauptsorten im Anbau und dürften auf Grund ihrer hohen Ertragssicherheit auch zur kommenden Herbstaussaat wieder eine wichtige Rolle spielen. Viele Landwirte werden erstmals auch die Neuzüchtung FINITA testen wollen.

Als virusresistente Sorte hat FINITA die Erträge von CARRERO und RENI erreicht bzw. auf einigen Standorten übertroffen. Mit 114,1 dt/ha erzielte FINITA auf dem Standort Döggingen/Baar (805 m ü.NN – AZ 50) den höchsten Absolutertrag aller zweizeiligen Sorten in der LSV-Prüfung 2004 in Baden-Württemberg. FINITA eignet sich besonders für flächenknappe Betriebe, die ihre Bestandesführung ertragsorientiert intensiv ausrichten. In den bayr. LSV 2004 war FINITA die einzige Sorte, welche auf die höhere Intensität (Stufe 2) mit wirtschaftlichen Mehrerträgen reagierte. Für Güllebetriebe und Böden mit hoher N-Nachlieferung bringt die Sorte JESSICA Vorteile auf Grund ihrer Stärken in der Standfestigkeit sowie im Halm- und Ährenknicken.

Mit MERLOT konnte jetzt erstmals eine mehrzeilige Sorte im Süden überzeugen und nennenswerte Anbauflächen erreichen, allen Vorurteilen zum Trotz. Im Jahr 2004 wurde
MERLOT im Zweizeilersortiment mitgeprüft. Die Saatstärke wurde gegenüber den Zweizeilern um 50 K/m2 reduziert, die N-Düngung orientierte sich an den Zweizeilern. Mit rel. 104 standen die Sorten MERLOT und FINITA im Schnitt der acht Orte im Ertrag ganz vorne. Am Standort Bondorf (490 m
ü. NN – AZ 72) konnte MERLOT mit 114,9 dt/ha den Ertrag von FINITA noch leicht übertreffen.

Eine besondere Stärke für MERLOT in Süddeutschland ist die Toleranz gegenüber nicht parasitären Blattflecken. Für Biogasbetriebe, welche Wintergerste als GPS ernten wollen, ist MERLOT in der Kombination Pflanzenlänge, Standfestigkeit und Ertrag die Sorte der Wahl.

Martin Munz, SAATEN-UNION Fachberatung, Telefon: 07127 89750

Stand: 01.04.2005