Aktuelle Ausgabe 03/2018

Ausgaben

Sonderausgaben

Themen

Impressum

Datenschutzerklärung

Es gibt bei Silomais grundsätzlich verschiedene Sortentypen -- für unterschiedliche Verwendungen und betriebliche Zielsetzungen stehen Allrounder, Zellwand-, Stärke- oder Massetypen zur Verfügung. Welcher Sortentyp passt zu welcher Betriebsstruktur? praxinsah lässt zu diesem Thema Praktiker zu Wort kommen.

Allrounder

Friedel Wilde (mit Tochter Marie) baut AVENTURA an.
Friedel Wilde (mit Tochter Marie) baut AVENTURA an.
„Für unsere Biogas-Gemeinschaftsanlage ist ein flexibles Erntefenster der Maissorten sehr wichtig. Die Maispflanze darf nicht zu schnell verstrohen und muss hohe, sichere Erträge bringen. Da bei uns alle Sorten auf die Waage kommen, haben wir eine sehr gute Kontrolle über deren Leistungsfähigkeit. Wir bauen u. a. Aventura an.” (Friedel Wilde, Tecklenburg)

„Ich brauche in erster Linie Sorten, die mit unseren wechselnden Sand- und Lehmböden gut zurechtkommen – in guten wie in schlechten Jahren. Ertragssicherheit und eine hohe Ernteflexibilität sind mir sehr wichtig.“ Herr Bronnert baut u. a. die Sorte AVENTURA an. (Bernhardt Bronnert, Milchviehbetrieb in Gescher).
B. Bronnert
B. Bronnert

„Ich brauche für meine Hochleistungsherde volle Silos und Silage mit viel Energie und guter Verdaulichkeit. Eine lang grün bleibende Restpflanze, eine gute Silagequalität, Sortenflexibilität und die Eignung für schwere Böden sind für mich ebenfalls wichtig.“ Werner Wagner setzt u. a. auf AVENTURA. (Werner Wagner, Thalmässing)

Werner Wagner
Werner Wagner
„Ich muss mir in der Verwertung alle Türen offen halten. Daher brauche ich auch auf einem Teil der Flächen sehr flexible Sorten: Ich brauche guten Körnermais für meine Kälberaufzucht.“ (Josef Bahlmann, Lastrup)

J. Bahmann
J. Bahmann
Josef Bahlmann setzt sowohl auf AVENTURA als auch auf GOLDOSSE und BREDERO. 

Zellwandtyp
Spitzenbetriebe mit sehr hohem Einsatz von Maissilage benötigen zellwandverdauliche Sorten, um die letzten Prozente aus der Faser rascher umsetzbar und damit besser

„Ich brauche für meine Bullenmast und Kälberaufzucht auch Sorten mit hoher Zellwandverdaulichkeit. Was ich mit dem Grundfutter an Leistung raushole, spare ich letztlich an Kraftfutter.“ Josef Bahlmann baut u. a. Aventura, GOLDOSSE und Bredero an. (Josef Bahlmann, Lastrup)

„In meiner Hochleistungsherde brauche ich ernteflexible Maissorten mit genügend Masse, hoher Verdaulichkeit und Energie. Wichtig ist ein reifer Kolben bei grüner Pflanze und im Silo 30-35 % TM. Die Sorten müssen Frühsaat tauglich sein und eine forsche Jugendentwicklung haben. Deshalb baue ich BREDERO und GOLDOSSE an.” (Bernd Ellerbrock, Westerau)

B. Ellerbrock
B. Ellerbrock
Stärketypen
Milchkühe mit mehr als 10.000 Liter Jahresleistung sind „Spitzensportlerinnen“. Eine solche Leistung lässt sich längerfristig nur mit bester Grundfutterqualität, einer hohen Energiedichte und einem hohen Anteil beständiger Stärke bei insgesamt nicht überzogenem Stärkegehalt erreichen. „Wir haben auch Grassilage in der Ration. Für eine Leistung von 10.200 Liter pro Kuh und Jahr brauche ich einen Mais mit hohem Stärkeertrag und -gehalt. Für meine „kalten“ Standorte müssen die Sorten robust sein und eine sehr gute Jugendentwicklung haben.“ Joachim Geestmann setzt u. a. auf Goldosse. (Joachim Geestmann, Gnarrenburg)

Joachim Geestmann setzt auch auf GOLDOSSE
Joachim Geestmann setzt auch auf GOLDOSSE
„Ich brauche bei einem Herdenschnitt von 10.200 Litern und einem geringen Grünlandanteil eine Stärkesorte, mit der ich in der Fütterung variabel bleiben und zusätzliche Komponenten einbauen kann. Wir machen eigene Versuche und treffen unsere Sortenentscheidung nur nach einer Testphase: Neben den Ertragsparametern sind Kälte- und Trockentoleranz, Ernteflexibilität, Jugendentwicklung ganz wichtig.“ (Bernd Ellerbrock, Westerau)

„Bei einem hohen Grünlandanteil sind stärkereiche Silomaistypen Pflicht für maximale Leistungen der Herde. Auf meinen Betrieb passen Stärketypen, die früh abreifen und auch auf Grenzstandorten gut zurechtkommen und zudem standfest sind.“ Frank Bruns baut u. a. GOLDOSSE an. (Frank Bruns, Aurich)

F. Bruns
F. Bruns

Massetypen
Milchvieh- oder Bullenhalter fragen nach Verdaulichkeit und Stärke und verzichten dafür durchaus auf das eine oder andere Prozent Spitzenertrag. Bei der Produktion von Biogas muss der Mais aber in jedem Fall bei dem GTM-Ertrag weit oben liegen.

„Bei knappen Flächen, vielen Biogasanlagen in der Region und starkem Wettbewerb um „Zukaufmais“ muss man als Biogasanlagenbetreiber das Maximum an GTM pro Hektar rausholen. Wir haben leichtere Standorte und bauen vor Mais meist Grünroggen an. Bei diesen Bedingungen braucht man schon sehr leistungsstarke Sorten.“ Marcus Blome hat SUBITO im Programm. (Marcus Blome, Delbrück)

M. Blome
M. Blome

„Ich brauche als Biogasbetreiber wegen der knappen Flächen zuverlässige und leistungsstarke Sorten, die auch auf unseren Standorten mit 25-40 Bodenpunkten optimal Leistung bringen und dabei gleichmäßig abreifen. Dabei setzen wir auf SUBITO.“ (Gregor Gerwin, Cappeln)

G. Gerwin
G. Gerwin

Stand: 15.10.2008