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Reife ist mehr als eine Zahl

„Welche Siloreifezahl hat der Mais?“ Das ist meist die erste Frage bei der Wahl des Silomaises. Für eine gezielte Sortenwahl braucht man aber mehr Informationen. Die Siloreifezahl allein reicht für die Beurteilung einer Sorte und damit als Wegweiser für die Sortenwahl nicht aus. Zusätzlich müssen Ertrags- und Qualitätsergebnisse bei der Bewertung herangezogen werden. Dabei ist der Stärkegehalt nicht immer das alleinige Maß für Qualität.

Die Verwertung entscheidet über den richtigen Qualitätstyp (Stärke- oder Faser-Energie-Typ). Wichtige Eigenschaften wie Abreifeverhalten und Ernteflexibilität sind aus Versuchsergebnissen nicht abzulesen.Entscheidende Informationen über das Abreifeverhalten der unterschiedlichen Maistypen gibt Fachberater Franz Unterforsthuber.

Trockensubstanz durch hohen Kolbenanteil

Susann links gutes Stay Green, rechts Sorte mit S260/K250 und schlechterem Stay Green
Susann links gutes Stay Green, rechts Sorte mit S260/K250 und schlechterem Stay Green
Die Silo-Reifezahl ist das Maß für den TS-Gehalt der Gesamtpflanze zum Zeitpunkt der Siloreife. Während die Restpflanze zwischen 18 % (grün) und 26 % (strohig) Trockensubstanz enthält, ist der Kolben mit 50–55 % deutlich trockener. Hohe TS-Werte können also entweder durch eine rasch abreifende Restpflanze oder durch einen hohen Kolbenanteil erreicht werden. Ein Hinweis für den Kolbenanteil ist der Stärkegehalt. Kolbenbetonte Sorten (Kolbenanteil ca. 55–60 %) sind somit vergleichsweise früher. Bei der Sorte Susann (S260) kommt dies bei ausgeprägtem Stay-Green deutlich zum Tragen.

Das Abreifeverhalten ist aus den Reifezahlen nicht zu erkennen. Irrtümlich wird das Abreifeverhalten häufig über den Vergleich mit der Körnerreifezahl abgeleitet:

niedrige Siloreifezahl + hohe Körnerreifezahl
= rasch abreifende Restpflanze und hohe Siloreifezahl + niedrige Körnerreifezahl
= gutes Stay-Green.

Der Vergleich ist jedoch falsch, ....

 

 

 

 

 ... wie die Einstufung „Abreifegrad der Blätter“ beim Bundessortenamt bestätigt (Tab. 1).

Vergleich Silo-/Körnerreifezahl mir dem Abreifegrad der Blätter
Vergleich Silo-/Körnerreifezahl mir dem Abreifegrad der Blätter
Die Körnerreifezahl wird nämlich zum späteren Zeitpunkt der Körnerreife ermittelt und hängt damit entscheidend vom Wasserabgabeverhalten (Dry-Down) aus dem Korn ab. Der Korntyp ist hier entscheidend. Das Hartmais-Korn lagert hingegen Stärke früher ein, gibt aber später das Wasser sehr langsam ab.

Geringere Kornertragszuwächse in der späten Abreifephase bestätigen dies. Eine Sorte mit langsameren Dry-Down wie Susann (s. Abb. 1) ist somit zum Zeitpunkt der Siloreife trotz Körnerreife K280 in der Einlagerung früher als manch zahnmaisbetonte Sorte mit Körnerreife K250 (siehe Bildmitte). Der Vorteil ist eine hohe Ernteflexibilität sowohl bei der Silomais- als auch bei der CCM-Produktion. Vor allem in milderen Anbaulagen bringen gutes Stay-Green der Sorte und die langsame Wasserabgabe aus dem Korn in Kombination mit guter Blattgesundheit (Helminthosporium) Flexibilität und damit mehr Sicherheit für eine gute Silagequalität.

Stärke-Typ oder Faser-Energie-Typ

Langsamer TS-Zuwachs ab 60% TS
Langsamer TS-Zuwachs ab 60% TS

Beim Qualitätssilomais werden Stärke-Typen und Faser-Energie-Typen unterschieden.
Stärke-Typen wie Suzy und Susann liefern rasch verdauliche Energie durch hohe Stärkegehalte. Diese Sorten sollten bei höheren TS-Gehalten von ca. 35 % gehäckselt werden, da mit zunehmender Abreife der Stärkegehalt in der Pflanze und damit die Verdaulichkeit steigt (siehe Abb. 2 und 3). 

Stärkeeinlagerung während der Abreife
Stärkeeinlagerung während der Abreife
Diese Typen sind für Bullenmäster und bei grasreichen Grundfutterrationen interessant. Faser-Energie-Typen wie z.B. Ayrro mit deutlich geringeren Stärkegehalten sind in der Verdaulichkeit über einen längeren Abreifezeitraum ab 30 % TS stabiler auf hohem Niveau. Die hohe Energiedichte stammt bei diesen Typen aus einer hoch verdaulichen Restpflanze. Dies bringt Vorteile bei maisreichen Rationen.
Verdaulichkeit während der Abreife
Verdaulichkeit während der Abreife

 

Fazit
Es ist eine verbreitete Fehleinschätzung, dass Silo- und Körnerreifezahlen Informationen über Abreifeverhalten und Ernteflexibilität geben. Ideale Stärketypen kombinieren einen hohen Kolbenanteil mit hartmaisbetontem Korn und ausgeprägtem Stay-Green. Damit bleiben solche Sorten auch im höheren TS-Bereich ernteflexibel. Faser-Energie-Typen im Stay-Green-Typ sind besonders ernteflexibel, da sie bereits bei niedrigeren TS-Werten hoch verdauliche Silagen ins Silo bringen.

Franz Unterforsthuber

Stand: 16.12.2009