Zwischenfrüchte
Gelbsenf am Pranger: Zwischenfrucht-Klassiker oder Auslaufmodell?
„Gelbsenf gehört auf die Wurst, nicht auf den Acker!“ – Solche Parolen geistern durch die Zwischenfrucht-Community. Kritiker werfen der traditionsreichen Zwischenfrucht vor, das Bodenleben zu schädigen und die Mykorrhizierung zu hemmen. Doch wie viel fachliche Substanz steckt in diesen Vorwürfen? Ein Faktencheck von Michaela Schlathölter, P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard.
Schnell gelesen (Kurzfassung):
Der Artikel untersucht die Vor- und Nachteile von Gelbsenf als Zwischenfrucht. Trotz seiner Wirtschaftlichkeit und guten Unkrautunterdrückung wird Gelbsenf unter anderem für die Hemmung der Mykorrhizierung und mögliche Bodenschädigung durch Glucosinolate kritisiert. Studien zeigen jedoch, dass diese Substanzen den Boden nicht komplett sterilisieren, sondern pathogene Organismen selektiv unterdrücken. In Kombination mit anderen Pflanzen erzielt er positive Effekte in Fruchtfolgen, mit Ausnahme von Rapsrotationen. Hier sollte ein Einsatz von Gelbsenf unterbleiben.






