Hybridweizen
Betriebsreportage: Mehr Leistung für unsere Weizen-Grenzstandorte
Der Betrieb Ruhe in der Nähe von Vechta hat neben der Schweinehaltung auch viel Expertise in Sachen Ackerbau. Von einer engen Fruchtfolge Kartoffel/Weizen/Mais/Weizen kommend setzt man hier schon seit Jahren auf Vielfalt: Neben Spinat, Möhren, Zwiebeln, Raps-Vermehrung und Mais sind auch Hybridgerste und Hybridweizen wichtige Bestandteile der „Kartoffelfruchtfolge“ geworden. Neu ist hierbei der Hybridweizen, der 2024/2025 von den Brüdern Johannes und Alexander in einem Sortenversuch auf dem Betrieb getestet wurde.
Schnell gelesen (Kurzfassung):
Der Betrieb Ruhe in der Nähe von Vechta hat umfangreiche Erfahrungen im Ackerbau und hat seine Fruchtfolge von einer engen Rotation auf eine vielfältigere umgestellt, die neben Weizen auch Hybridgerste und Hybridweizen umfasst. 2024/2025 wird Hybridweizen in einem Sortenversuch getestet. Die Fruchtfolge ist so angelegt, dass Weizen nach Rapsvermehrung und Mais folgt, während Gerste nach Kartoffeln angebaut wird. Zur Bekämpfung von Nematoden wird Ölrettich als Zwischenfrucht eingesetzt.
Die Böden des Betriebs haben 18 bis 35 Bodenpunkte und sind für Kartoffeln gut geeignet, aber für Weizen weniger optimal. Johannes Ruhe berichtet von den Vorteilen der Hybridgerste, die im Betrieb aufgrund ihrer Standfestigkeit und Wüchsigkeit bevorzugt wird. Nach positiven Erfahrungen mit Hybridgerste wurde auch Hybridweizen getestet, da dieser besser mit Trockenheit umgehen kann und hohes Ertragspotenzial bietet.
Zusammen mit der SAATEN-UNION haben die Brüder Ruhe einen Anbauversuch mit verschiedenen Hybridweizensorten auf Social Media dokumentiert. Es wurden die Sorten SU Hyvega, SU Hycardi und die neue Sorte SU Hybingo verglichen. Erfolge zeigten sich auch in der Reduzierung der Saatstärken, die 2024 etwa 150 Körner pro Quadratmeter betrugen. SU Hycardi reifte früher und war die einzige Sorte ohne Wachstumsregler. Der Ertrag war zufriedenstellend, was zum weiteren Anbau von Hybridweizen im Jahr 2026 führt. Das Interesse an Hybridweizen hat auch bei den Followern auf Social Media zugenommen.






