Soja
23 Jahre Sojakompetenz in Moosburg
In der Versuchsstation Bayern der SAATEN-UNION ist viel Sojakompetenz gebündelt. Schon seit 2012 werden hier im tertiären Hügelland des südbayerischen Landkreis Freising unter anderem Sortenversuche mit dieser Kultur gemacht. Daniela Grill managt diese Versuche seit Jahren und lässt die praxisnah einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Schnell gelesen (Kurzfassung):
Die Versuchsstation Bayern der SAATEN-UNION in Moosburg hat eine 23-jährige Erfahrung in der Sojaforschung. Seit 2012 führt die Station Sortenversuche mit Sojabohnen durch, um das Wissen über diese Kultur zu erweitern. Der Standort wurde 1992 gewählt, da die homogenen Böden ideal für verschiedene Feldversuche sind. Die Station bewirtschaftet derzeit 337 ha, darunter 130 ha für Versuche mit über 45.000 Parzellen.
Die Reifegruppen der Sojabohnen sind eine Herausforderung für die Versuchsplanung, da die Sorten zu unterschiedlichen Zeitpunkten reif sind. Dies erfordert eine komplexe Planung der Parzellen, um eine vergleichbare Ernte zu gewährleisten. Die zeitgleiche Ernte ist bei Sojabohnen schwieriger als bei Getreide, was einen erhöhten logistischen Aufwand mit sich bringt.
Seit 2016 kümmert sich die Station auch um die Erhaltungszucht und Soja-Vorstufensaatgutvermehrung. Geschulte Mitarbeiter entfernen unerwünschte Pflanzen, um sortenreine Bestände zu erhalten. Wichtige Merkmale wie Blühfarbe und Blattform werden während der Saison überwacht.
Für den Anbau in Südbayern ist es entscheidend, dass die Sorten bis zum 20. September reif sind, da das Wetter danach oft ungünstig wird. Sorten, die sich schlecht dreschen lassen, sind ebenfalls weniger empfehlenswert. Die Erkenntnisse aus den Versuchen tragen zur Verbesserung der Sojazüchtung für den deutschen Markt bei, mit dem Ziel, ertragreiche und gut abreifende Sorten zu entwickeln. Die Versuchsstation bietet optimale Bedingungen mit hohen Bodenqualität und unterschiedlichen Umweltbedingungen in der Region.






