Silomais
Anbaualternativen Biogasmais: Kein Biogas mehr – was nun?
Der Wegfall der EEG-Förderung für ältere Biogasanlagen, die 2025 oder in den kommenden Jahren auslaufen, führt bei vielen Betreibern zu wirtschaftlichen Unsicherheiten und der damit einhergehenden Überlegung, den Anlagenbetrieb einzustellen. Jetzt stellt sich die Frage nach Alternativen, deren Beantwortung je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Schnell gelesen (Kurzfassung):
Der Strommarkt verlangt höhere Flexibilität, insbesondere in den Sommermonaten, da negative Strompreise während sonniger Zeiten häufig sind. Einige Anlagen können umgerüstet werden, doch nicht für alle ist das möglich. Eine Option wäre die Umwandlung von Biogas in Biomethan, die jedoch mit Marktunsicherheiten und hohen Investitionen verbunden ist. Eine erneute Teilnahme an EEG-Ausschreibungen bietet ebenfalls keine Sicherheit, da die Förderbedingungen unklar sind.
Unsere Fachberater aus den Regionen berichten über verschiedene Alternativen, die sich in den verschiedenen Regionen für die freiwerdenden Flächen anbieten.
Nordost:
Im Nordosten sind die Möglichkeiten wegen der angespannten Marktsituation für Mähdruschfrüchte begrenzt. Anbaualternativen sind rar, und der Zuckerrübenanbau wird durch eine mangelnde Zuckerfabrik limitiert. In Schleswig-Holstein könnten Winterroggen und Hybridweizen auf geeigneten Böden bleiben, aber Flächenstilllegung wird für schwache Standorte wieder attraktiv.
Süd
In Süddeutschland hat der Anbau von Körnermais mit Sojabohnen Potenzial, besonders in Regionen mit ausreichender Niederschlagsverteilung. Alternativen wie Braugerste oder Hafer sind weniger profitabel, während Raps sinnvoll in Fruchtfolgen integriert werden kann.
West
Im Westen Deutschlands sind ebenfalls nur wenige Anbaualternativen vorhanden. Der Zuckerrübenanbau wird zurückgehen, und die Aussaat von Winterraps und Winterweizen hat zugenommen. Die Auswahl der Alternativen ist stark von der Marktpreissituation und den regionalen klimatischen Bedingungen abhängig.






