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Körnermais richtig rechnen!

Körnermais ist vor allem in klimatisch günstigeren Gebieten ackerbaulich eine interessante Frühjahrskultur. Gerade das Jahr 2025 liefert in vielen Regionen Rekorderträge, jedoch oft begleitet von höheren Wassergehalten deutlich über 30 % Feuchte. Franz Unterforsthuber, Fachberater für die Region Südbayern, erläutert anhand von aktuellen Versuchsergebnissen, welche Mais-Typen aufgrund ihres Reife- und Trocknungsverhaltens in den verschiedenen Anbaulagen die größte Wirtschaftlichkeit aufweisen.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Die Wirtschaftlichkeit des Maisanbaus hängt stark von der Reife- und Trocknungseffizienz der verschiedenen Sorten ab. Die Trocknungskosten variieren je nach Region zwischen 2,50 € und 4 €/dt, was erhebliche Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg hat.

Um die physiologische Reife von 30-35 % zu erreichen, ist die Wärmesumme des Standortes entscheidend. Eine Sorte benötigt 1350 °C Wärmesumme, während eine andere bereits mit 1250 °C auskommt. Studien zeigen, dass Mais bei einer Kornfeuchte von 30-32 % sein volles Ertragspotenzial entfaltet. Niedrigere Wassergehalte führen zu geringeren Trocknungskosten, was den wirtschaftlichen Erfolg steigert.


Durch verschiedene Versuche konnte auch das Trocknungsverhalten der Sorten ermittelt werden. Wesley zeigt bei niedriger Feuchte eine schnelle Wasserabgabe, während Keldeo mehr Energie benötigt. Generell ist Körnermais dann wirtschaftlich rentabel, wenn die Trocknungskosten niedrig sind und der Mais vollständig ausreifen kann, bevor er geerntet wird.

Sorten wie Hampton bieten sich für günstige Lagen an, während Wesley für schwierigere Standorte geeigneter ist.


Stand: 18.12.2025