Aktuelle Ausgabe 03/2022

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Neben den Reglementierungen bei Düngung und Pflanzenschutz stellt auch der Klimawandel den Pflanzenbau vor immer größere Herausforderungen. Zweijährige Versuche zum Thema „Effizienz“ haben erneut gezeigt, dass Hybridroggen sowohl Nährstoffe als auch Wasser sehr effizient in Ertrag umsetzen kann.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Die Ressourcen Wasser und Dünger werden immer knapper und das Klima immer unberechenbarer. Aus diesem Grund sollte man Fruchtfolgen überdenken: Muss ein Winterweizen auf Grenzstandorten angebaut werden?

Der hier beschriebene Versuch berücksichtigt eine reduzierte N-Düngung bei zudem unterschiedlichen Düngestrategien und ansonsten identischen Pflanzenschutz- und Wachstumsreglermaßnahmen. Zudem wurde gegenübergestellt, wie Roggen und Winterweizen auf diesem Grenzstandort auf eine Beregnung reagieren.

Ergebnisse in aller Kürze:

  • Die Beregnung hatte keinen einen Einfluss auf die Ertragsleistung, sondern diente letztlich der Ertragsstabilisation. Jedoch schmälern die anfallenden Kosten den ökonomischen Erfolg insbesondere für den Winterweizenanbau.
  • Der Roggen brachte trotz der um 60 kg N/ha geringeren Stickstoffdüngung 20 % Mehrertrag gegenüber dem Linienweizen und hatte darüber hinaus im Erntejahr 2021 eine um 28 % höhere N-Effizienz (bezogen auf den Kornertrag).
  • Auch dieser Versuch hat untermauert, dass Roggen auf Grenzstandorten eine echte wirtschaftliche Alternative zum Weizen darstellen kann. Denn er bringt nicht nur ein hohes Ertragspotenzial, das bis zu 20 % höher ist als das des Winterweizens, sondern er ist unter den Wintergetreidearten zudem die effizienteste Kulturart in Bezug auf Nährstoff- und Wasserausnutzung.

Zugleich ist Roggen verhältnismäßig gesund, sodass sich auch die Pflanzenschutzaufwendungen verringern lassen. Das macht Roggen zum „Effizienzgetreide“. lassen. Das macht Roggen zum „Effizienzgetreide“.


Stand: 27.04.2022