Aktuelle Ausgabe 02/2022

Ausgaben

Sonderausgaben

Themen

Abonnement

Impressum

Datenschutzerklärung

Cookie-Einstellungen

Der Einsatz von Wachstumsregulatoren (WR) im Winterroggen sorgt in jedem Jahr wieder für Diskussionen. Wann lohnt sich der Einsatz, welcher Zeitpunkt ist optimal? Michael Dunker stellt die Versuchsergebnisse der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vor.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

In diesem Versuch sollen unterschiedliche WR-Intensitäten unterschiedlicher Präparate/Kombinationen gegenübergestellt werden.

Alle Versuchsvarianten mit Wachstumsregler führten zu einer signifikanten Einkürzung, die Steigerung der Intensitäten führte tendenziell zu einer deutlicheren Einkürzung der Halmlänge.


Entscheidungskette für den Einsatz von Wachstumsreglern

  • Standort
  • Sorte: Achtung, Sorten mit gleicher Bewertung bei Standfestigkeit reagieren oft sehr unterschiedlich auf WR-Maßnahmen.
  • Einsatztermin: Zu berücksichtigen ist vor allem das Entwicklungsstadium der Pflanzen. Der untere Halmbereich wird zu Beginn des Schossens gebildet und kann nur zu diesem Zeitpunkt beeinflusst werden. Daher hat sich das Entwicklungsstadium BBCH 31/32 (Ein- bis Zweiknotenstadium) als optimaler Termin für die erste Einkürzung herauskristallisiert.
  • Intensität und Mittelwahl: Die Intensität und die Mittelwahl richten sich überwiegend nach der Sorte und der Nährstoffversorgung.

Fazit: „Die eine“ Wachstumsreglerstrategie gibt es nicht. Der Einsatz von Wachstumsregulatoren ist vor allem als Sicherheitsmaßnahme zu sehen: In „Lagerjahren“ hoch wirtschaftlich, in Jahren ohne Lagergefahr hingegen nicht.


Stand: 21.12.2021