Aktuelle Ausgabe 02/2022

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Dinkel, Emmer und Einkorn werden im Spelz geerntet, – im Gegensatz zum freidreschenden Weich- oder Hartweizen. Zur weiteren Verarbeitung ist daher ein Gerbgang (Schälung) nötig, um die Körner von der Hüllspelze zu trennen. Die anfallenden Spelzen sind kein Abfall, welches Potenzial in ihnen steckt, erläutert Felix Buchholz, Südwestdeutsche Saatzucht.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Zwar liegt der Schwerpunkt des Dinkelanbaues nach wie vor in Süddeutschland, aber auch in den nördlicheren Bundesländern gewinnt Dinkel immer mehr Sympathisanten. Einer davon ist Matthias Hecker, Gut Pätschow in Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem feststand, dass man mit den neuen Dinkelsorten auch in dieser Region ausreichend hohe Erträge und Qualitäten generieren kann, wurde in eine Schälmühle mit Pelletierungsanlage (Streckel & Schrader) investiert. Dabei müssen auch Sortenunterschiede in der Schälbarkeit berücksichtigt werden.

Bei der Entspelzung von Dinkel fallen etwa 65–70 % Körner und 25–30 % Hüllspelzen an.

Das Spelzmaterial kann auf verschiedenste Arten genutzt werden:

  • als lose oder pelletierte Einstreu in der Hühner-, Kleintierhaltung sowie in der Pferdehaltung
  • speziell für allergische Tiere (weniger Staub)
  • als Füllmaterial für Dinkelkissen
  • Verbrennungsmaterial in Biogasanlagen

Dinkelspelzen – v. a. in pelletierter Form – sind äußerst saugfähig und geruchsbindend. Zudem gelten sie als weitgehend frei von bedenklichen Keimen.

Dinkelspelzen sind kein Abfall, sondern ein wertvoller, nachwachsender Rohstoff.


Stand: 21.12.2021