Aktuelle Ausgabe 04/2021

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Aufgrund des Biogasbooms ist die Maisanbaufläche in den 2000er-Jahren sprunghaft angestiegen. Seit mehr als 10 Jahren hat sie sich in Deutschland zwischen 2,5 und 2,6 Mio. Hektar jährlich eingependelt. Die Körnermaisfläche ist dabei im Betrachtungszeitraum stabil geblieben. Daniel Ott, Produktmanager Mais, erläutert, warum er den Körnermais für viele Betriebe als eine Kultur mit Potenzial sieht.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Grundsätzlich lassen sich beim Körnermais mehr und mehr Vorteile ausmachen, die ihm durchaus zu Entwicklungspotenzial verhelfen. Hier nur einige davon:

Fruchtfolgevorteile, geringe Behandlungsintensität, Entzerrung von Arbeitsspitzen, gute Integration von Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge, sehr gute N-Effizienz, Humusmehrung (bei Verbleib des Strohs auf dem Acker), unterstützend bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz.

Neben den wirtschaftlichen und betriebsspezifischen Merkmalen ist es elementar wichtig, eine für den Standort passende Sorte zu finden! Folgende Auswahlkriterien sollten, neben dem Ertrag, dabei im Fokus stehen:

  • sichere und zeitige Abreife
  • sehr gute Standfestigkeit
  • zügige Jugendentwicklung und Kältetoleranz
  • agronomische Parameter (z. B. Lageranfälligkeit, Stängelfäule oder Wuchshöhe)
  • gute Druscheignung mit wenig Bruchkorn
  • eine um Trocknungskosten bereinigte hohe Marktleistung

Bei der Wahl der Körnermaissorte nicht nur auf den Ertrag schauen!
Die Marktleistung vom Körnermais wird durch den Kornertrag und die Kornfeuchte zur Ernte bestimmt. Hat eine Sorte also geringe Trocknungskosten, weil ihre Kornfeuchte zur Ernte sortenbedingt geringer ist, kann sie auch dann eine hohe Marktleistung erzielen, wenn der Ertrag nicht in der Spitzenklasse liegt. Neben den trocknungskosten muss auch der angesetzte Schwundfaktor berücksichtigt werden, der zwischen 1,2 und 1,5 % liegt. Ein Unterschied von 0,1 % führt bereits zu einer Erlösveränderung von 30 Euro/ha!

Diese Marktleistung muss aber auch abgesichert werden, z. B. durch Standfestigkeit und Halmstabilität.

Körnermais braucht ein gutes Saatbett:  Ein ideales Saatbett, ausreichende Bodentemperatur und Feuchte, sowie eine gleichmäßige Kornablage in der Reihe sind entscheidend! Der Körnermais reagiert mit deutlicheren Ertragsdepressionen als Silomais.

Der Körnermais bietet also viele Voraussetzungen, um zukünftig anbauwürdiger zu werden. Besonders wenn die Trocknungskosten gering gehalten werden können, erzielt Körnermais einen überdurchschnittlichen Reinertrag.


Stand: 15.10.2021