Aktuelle Ausgabe 03/2021

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Nicht nur in Deutschland steigen die Anbauflächen für Winterroggen. Wir wollten von europäischen Landwirten wissen, worin sie die Vorteile speziell im Hybridroggen sehen. Im ersten Teil unserer neuen Serie geben wir Einblicke in verschiedenste Betriebe. Paul Schmieja, internationaler Produktmanager für Hybridroggen, berichtet aus Polen und Tschechien.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Polen

Für Jakub Leśniak sind die Bodenbedingungen ein maßgeblicher Grund für den Hybridroggenanbau:

Auf schwachen Böden (von mittel bis schlecht bis sehr schlechte Bodenqualität nach polnischer Einteilung) mit wenig Niederschlägen ist Hybridroggen profitabler.

  • Hybridroggen reagiert weniger ausgeprägt und später auf Wasserdefizit als Populationsroggen. Hybridroggen ist weniger anfällig für Blütenreduktion und geringes TKG.
  • Früh abreifende Sorten sind auf diesen Standorten besser.
  • Hybridroggen ermöglicht hier eine überdurchschnittliche Ernte (Ertragsstabilität).
  • Hybridroggen ist saatzeitflexibler.


Tschechien

Die Firma ZOD Tisek sieht folgende Vorteile im Hybridroggen bzw. in der gewählten Sorte SU Performer:

  • hohe Trocken- und Frosttoleranz
  • sehr gute Blattgesundheit
  • Kombination von Stresstoleranz und Ertragsfähigkeit sowie gute Standfestigkeit

Die Agrargenossenschaft Kožichovice baut Hybridroggen vorwiegend zur GPS-Erzeugung (Biogas, Futter) oder auch als Grünschnittroggen an und bewirtschaftet ebenfalls sandige Böden. Hier ist das Anforderungsprofil ähnlich:

  • gute Eignung für sandige Böden und niederschlagsarme Vegetationszeit
  • Hohe Ertragsleistung trotz dieser Bedingungen: Hier werden rd. 300 dt Frischmasse/Hektar selbst in trockenen Jahren geerntet.
  • früher Wachstumsbeginn und daher gute Ausnutzung der Feuchte im Frühjahr

Stand: 05.07.2021