Aktuelle Ausgabe 03/2020

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Der Weizensteinbrand Tilletia caries gehört zu den wichtigsten Krankheiten des Weizens. Besonders im Ökolandbau tritt er in den letzten Jahren vermehrt auf. Befallene Partien führen häufig zu Vermarktungsschwierigkeiten und auch in der Fütterung ist dieses Getreide kritisch zu sehen. Petra Henze und Markus Mücke, beide von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erläutern wirkungsvolle Gegenmaßnahmen.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

1. Vorbeugende Maßnahmen

Acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen: weite Fruchtfolge, intensive Saatgutreinigung bei großen Körner > 2,5 mm und eine späte Saat nach Mitte Oktober, wenn das Temperaturoptimum für die Sporenkeimung unterschritten wird.
Auf Flächen mit Steinbrandvorkommen: Anbauabstand von Wirtspflanzen von drei bis fünf Jahren
Verwendung von auf Steinbrand untersuchtem Öko-Z-Saatgut. Im Zweifelsfall Steinbrand-Untersuchungsergebnisse schriftlich beim Anbieter einfordern.
Verwendung widerstandsfähiger Sorten aus biologischdynamischer Züchtung: Trebelir, Tillico, Butaro, Aristaro, Thomaro, Sarastro, Roderik und Graziaro.

2. Biologische Saatgutbehandlung im Ökolandbau

Das Auftreten von Steinbrand kann im ökologischen Landbau mit den Präparaten Tillecur® und Cerall® bekämpft werden.
Bei Nachbau das Saatgut im Labor auf Steinbrandbefall untersuchen lassen:  Ab 10 Sporen/ Korn sollte man sicherheitshalber beizen, bei über 300 Sporen/Korn sollte man das betroffene Saatgut nicht verwenden.

3. Elektronische Saatgutbehandlung


Stand: 18.12.2019