04/2012
Ist Ihr Raps fit für den Winter?
03/2012
Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold geht an Rapszüchter
04/2011
Richtig Masse machen!
02/2011
Volldampf mit Winterraps
04/2010
Prognosemodelle helfen sparen
04/2009
Reduzierung der ersten Stickstoffgabe möglich?
02/2009
Ein hoher Rapsanteil zahlt sich aus
03/2008
Mehr Zeit für die Saat mit MSL-Hybriden
03/2007
Tipps zur Winterraps-Aussaat 2007
03/2006
Ertragsfortschritt setzt sich durch – 10 Jahre Hybridrapsanbau mit Rapool-Sorten
01/2006
Produktionstechnik Raps: Raps „praxisnah“ düngen
04/2005
Sommerraps – eine interessante Frühjahrskultur
01/2005
Brauchen Spätsaaten eine andere Bestandesführung?
03/2012
Raps: Das Gespür für praxisgerechte Sorten
03/2011
Sorteneinfluss wird immer wichtiger
01/2011
Sommerraps – im Frühjahr 2011 eine Alternative
01/2011
Warum steigen die Anbauflächen erneut?
03/2009
Reduzierter Staubabrieb erhöht die Bienensicherheit
01/2009
Neue Methode zur verringerten N-Düngung: echte Alternative zur ortsüblichen Düngung?
01/2008
Mehr Sorgfalt bei der Bestandesführung 2008
01/2007
Mit angepasster Bestandesführung mehr Öl vom Hektar.
03/2006
Rapsmarkt: Wartestellung
04/2005
Winterraps: Rapsanbau weiter im Aufwind
03/2005





Es lohnt sich, die eigenen Rapsbestände vor Winter noch einmal unter die Lupe zu nehmen und ihre Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Für größere Aktionen wie Wachstumsregulierung und Düngung ist es zwar zu spät, einzelne Maßnahmen können aber auch jetzt noch durchgeführt werden.

Pflanzenzüchter Dr. Martin Frauen hat in der Rapszucht Herausragendes geleistet: Unter anderem gehen die Ertragsstabilität und die Ölqualität der modernen Sorten maßgeblich auf seine Arbeit zurück. Die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) honorierte dies am 24. Mai 2012 mit der Verleihung der Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold.
Wo witterungsbedingt 2011 viele Kulturen die Ertragserwartungen nicht erfüllt haben, sind die Nährstoffentzüge geringer. Hier ist grundsätzlich mit höheren Reserven im Boden zu rechnen. Unter guten Bedingungen werden sich früh und normal gesäte Rapsbestände bis zum Vegetationsende üppig entwickeln und bereits verfügbare Stickstoffreserven aufnehmen. Ein Teil des aufgenommen Stickstoffs kann bei der Frühjahrsdüngung eingespart werden. Die RAPOOL-N-Waage bietet eine einfache Möglichkeit, die mögliche Reduzierung in den Beständen zu ermitteln.
Enge Biogasfruchtfolgen können schon kurzfristig zu acker- und pflanzenbaulichen Problemen führen, die dann bei Mais massive Ertragsreduktionen zur Folge haben werden. Gefordert wird von der Politik jedoch, die Energiegewinnung über den Acker auszuweiten – also die Erträge der Biogaskulturen zu steigern. Mit der Integration von Winterraps in Biogasfruchtfolgen können Ertragsminderungen vermieden und die Leistungsfähigkeit der Fruchtfolge insgesamt gesteigert werden.
Mit einer auf die Sorte zugeschnittenen Bestandesführung lässt sich an vielen großen und kleinen Stellschrauben drehen, wie z.B. Saatstärke, Wachstumsregler- und Fungizideinsatz oder Düngung. Aufwandmengen zu optimieren bedeutet Kosten zu sparen! Hier sind praktische Hilfsmittel für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Rapsanbau gefordert.
Die frühe Getreideernte ermöglichte in diesem Jahr auf fast allen Standorten eine zeitlich optimale Aussaat des Rapses. „Normale” Witterungsbedingungen vorausgesetzt, wird sich der Raps im Herbst gut entwickeln und damit vor dem Winter vergleichsweise viel Stickstoff aufnehmen. Kann also die N-Düngung zu gut entwickelten Rapsbeständen im nächsten Frühjahr reduziert werden?
Wechselnde Marktbedingungen aufgrund starker Schwankungen bei Erzeuger- und Betriebsmittelpreisen können die Wahl des optimalen Anbauplans beeinflussen. So muss für jede Marktlage geprüft werden, welche Kulturen in welchem Umfang in die Fruchtfolge aufgenommen werden sollten.
Die optimalen Aussaattermine für Winterraps liegen je nach Region und Standort zwischen dem 15. und 30. August. Jedoch ist es nicht immer leicht, den optimalen Termin einzuhalten. Sei es, um Arbeitsspitzen zu entzerren oder weil die Witterung eine zeitgerechte Aussaat unmöglich macht.
Pflanzen versorgen sich durch das Wurzelsystem mit Nährstoffen und Wasser. Die Bodenbearbeitung muss dementsprechend eine maximale Durchwurzelungsfähigkeit der jungen Rapspflanzen gewährleisten. Nur so können die Voraussetzungen für optimale Erträge geschaffen werden. Wichtig ist, dass die Bodenbearbeitung zu Raps sich an den Gegebenheiten des Bodens orientiert.
Hybridsorten haben mit ca. 60 % Anbaufläche einen festen Platz in der Praxis. Dieser Erfolg ist langsam und schrittweise aus guter Erfahrung in den Betrieben gewachsen. Etwa ein Drittel der Rapsbetriebe setzt inzwischen zu 100 % auf diesen Sortentyp, ein weiteres Drittel setzt je nach Boden- und Standortbedingungen sowohl Liniensorten als auch Hybridsorten ein. Ein weiteres Drittel ist mit Liniensorten sehr zufrieden. Dies sind im Vergleich zu den ersten beiden Betriebsgruppen eher kleinere Betriebe, die ihre Rapsfläche offensichtlich mit einer guten Maschinenausstattung in kurzer Zeit unter weitgehend idealen Bedingungen bestellen können. Für diese Betriebe empfiehlt die Rapool-Ring GmbH, Isernhagen, die Sorten Oase, Lorenz, Billy und Viking.
Die Rapsdüngung ist ein sensibles und vor allem komplexes Thema, das sehr schwer in allgemeinen Empfehlungen zu fassen ist. Neben den Düngungsgrundsätzen sollten aber unbedingt weitere Aspekte in die Düngebedarfsermittlung eingehen.
Nicht nur als Lückenbüßer im Winterraps, sondern auch als interessante Frühjahrskultur kann sich Sommerraps sehen lassen. Denn weltweit sorgt die große Nachfrage nach pflanzlichen Ölen seit Monaten für feste Ölsaatenpreise.
In züchtereigenen Saatzeiten- und Intensitätsversuchen in Norddeutschland (Hohenlieth bei Eckernförde, S-H) werden seit vielen Jahren Linien- und Hybridsorten auf ihr Ertragsverhalten untersucht. Ebenso in Süddeutschland am Standort Grünseiboldsdorf bei Freising. Das Ziel dieser Versuche ist eine in den jeweiligen Saatzeiten „früh”, „mittel” und „spät” optimale Bestandesentwicklung, wie sie jeder Praktiker auch anstrebt.
Dr. Martin Frauen, Saatzuchtleiter der Norddeutschen Pflanzenzucht seit 1982, sieht bis heute die Aufgabe des Züchters in einer strengen Selektion. Sie ist gewissermaßen „die Kunst, das Richtige wegzuwerfen”. Aus dieser Selektionskunst sind große Sorten entstanden, die als Meilensteine des Rapsanbaus bezeichnet werden können.
Beim Rapsdrusch sind eine Vielzahl von Faktoren für die Mähdruschleistung mit verantwortlich. Die Dreschertechnik und das Know-how des Fahrers auf der einen Seite, das Abreifeverhalten der Sorte auf der anderen. Dabei wird der Einfluss der Sorte immer wichtiger. Klaus Semmler, AgrarTraining, erläutert, wie sich die Mähdruschleistung optimieren lässt.
Die Aussaat der Winterkulturen im Herbst 2010 war in den meisten Regionen sehr schwierig. Die vielerorts verzögerte Ernte führte dazu, dass Vorfrüchte die Flächen nicht geräumt haben und eine angemessene Bodenbearbeitung und Aussaat erschwert wurden. Zwei Drittel der Winterrapsaussaat konnte daher erst nach dem 1. September erfolgen oder war gar nicht mehr möglich.
Viele schwach entwickelte Rapsbeständewerden den Winter nicht überstehen.Daher gewinnt im Frühjahr 2011der Sommerraps an Bedeutung und stellt eine gute Alternative zum Winterraps dar.
Seit einigen Jahren dominiert der Anbau von Hybriden den deutschen Rapsanbau. Zur Ernte 2010 ist ihr Anteil auf 65 % gestiegen,auf nunmehr fast 950.000 ha .Eine Umfrage des marktforschungsinstituts Kleffmann klärt, welche Rolle dabei Praxiserfahrungen der Landwirte spielen.
Die milde Herbstwitterung der letzten Jahre hat bei einigen Winterrapsbeständen zu einer hohen Blattmassebildung im Herbst geführt. Wie viel Stickstoff haben solche Bestände bereits in der Frischmasse gespeichert und inwieweit kann dieser bei der Frühjahrsdüngung berücksichtigt werden? Eine neu entwickelte Methode soll hier Klarheit bringen.
Die guten Preisperspektiven bei Getreide und Raps beflügeln die Diskussion nach der optimalen Bestandesführung im Frühjahr. Das Spektrum der Strategien reicht von einem deutlich höheren Aufwand bei Düngung und Pflanzenschutz bis zu einer unveränderten Anbautechnik. Eine Kompromissformel der DLG lautet: Mehr Sorgfalt im Acker- und Pflanzenbau.
Die Ölsaatenmärkte boomen weltweit, die Preise sind attraktiv, die Aussichten zur Ernte 2007 und auch darüber hinaus positiv. Die Verarbeitungskapazitäten für Rapsöl und Biodiesel werden europaweit kontinuierlich ausgebaut, so dass im technischen Bereich mittlerweile deutlich mehr Rapsöl verwendet wird als im Nahrungsmittelsektor. Diese Signale zeigen, dass der Landwirt mit der Kulturart Raps Geld verdienen kann. Ziel der Produktionstechnik ist daher, das im Herbst angelegte Ertragspotenzial der Rapsbestände möglichst optimal auszunutzen und so den Gewinn/ha zu steigern.
Die Preise für Rapssaaten konnten sich auch Mitte Juli 2006 erhöhen. In den ersten Frühdruschgebieten in Frankreich liegen die Ergebnisse der Ernte um fast 15 % bis 17 % unter denen des Vorjahres. Niedrigere Erntemengen werden jetzt allgemein erwartet. Die Kurse für Rapssaaten haben sich daraufhin für den Liefertermin ex Ernte 2006 auf 253,- €/t franko Hamburg erhöht. Ob die Preise weiter nach oben gehen, darüber wird immer noch gesprochen.
Nach dem Rekordjahr 2004 haben die deutschen Rapsanbauer 2005 erneut hervorragende Erträge einfahren können. So liegt der diesjährige vorläufige Durchschnittsertrag mit knapp 38 dt/ha um 9,5% über dem 5-jährigen Mittel. Das herausragende Ergebnis 2004 wurde zwar nicht ganz erreicht, dennoch beläuft sich die deutsche Erntemenge – auch wegen der gestiegenen Anbaufläche – erneut auf über 5 Millionen Tonnen Raps. Damit liefert Deutschland allein ca. 1/3 der europäischen Rapsproduktion.
Hohe Ansprüche an die Aussaat
Die Ansprüche der „Feinsämerei” Raps an eine gute Bodenvorbereitung und Ablagequalität bei der Aussaat ist deutlich höher als bei Getreide. Die Empfindlichkeit gegenüber ungenügendem Bodenschluss, Kontakt mit „frischem” Stroh oder Nässe ist bei Raps ebenfalls größer. Bei der Rapsaussaat im August muss die Bodenbearbeitung in einer kurzen Zeitspanne in wenigen Arbeitsgängen gelingen. Erschwerend ist, dass die Böden in dieser Zeit eher austrocknen können. Bei Starkniederschlägen nach der Saat hat es ein 10 fach größeres Weizenkorn ebenfalls leichter aufzulaufen als ein kleines Rapskorn. Die Qualität der Krümel- und Porenstabilität der jeweiligen Bodenbearbeitung entscheiden dann oft über einen guten Feldaufgang und die Ertragsfähigkeit.