Aktuelle Ausgabe 02/2017

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02/2017
  • Ein Kommentar von Sven Böse zu den 10 Thesen zur Landwirtschaft 2030 der DLG.
  • Von 41 Winterweizenstämmen, die die Gesellschafter der SAATEN-UNION 2014 zur deutschen Wertprüfung angemeldet hatten, sind im März am Ende zwei Sorten neu zugelassen worden: eine durchaus typische Ausbeute. Was zeichnet die neuen Sorten aus, wo liegen die Chancen für die Praxis? praxisnah fragte die beiden Weizenzüchter Dr. Martin Kirchhoff (Nordsaat) und Dr. Stefan Kontowski (W. von Borries-Eckendorf).
  • Wie weit kann man die Saatstärke bei Hybridweizen reduzieren und wie sieht die dazu ökonomisch optimierte Bestandesführung aus? Felicien Bullot, internationaler Produktmanager Hybridweizen, kann zur Beantwortung dieser Fragen auf eine Vielzahl internationaler Versuche zurückgreifen.
  • Was ist nötig, um Sorten passgenau für den Markt zu entwickeln? Erstens vorausschauende Züchter, zweitens ein umfassendes Prüfsystem, drittens Fachkundige, die diese Versuche auswerten und viertens Gefühl für den Markt und ein Ohr dicht an der Praxis. Klingt nach viel Aufwand? Ist es auch, sagt Julia Dörrie, Produktmanagerin international bei der SAATEN-UNION.
  • Die Novellierung der Düngeverordnung bringt der Praxis zunächst zusätzlich einen sehr hohen bürokratischen Aufwand, denn die Planung der Stickstoff- und Phosphatdüngung wird für jeden Schlag verbindlich vorgeschrieben. Viele Betriebe müssen zur Verbesserung der N-Bilanz ihre Sortenwahl und ihre Fruchtfolgegestaltung überdenken.
  • Die Hessische Staatsdomäne Maberzell bearbeitet ihre Äcker seit vielen Jahren pfluglos. Ein gravierendes Ackerfuchsschwanzproblem veranlasste den Pächter Joachim Kersten, die Fruchtfolge zu verändern und teilweise auch den Pflug wieder einzusetzen.
  • Sinkende Gewinne, zunehmend schwierigere rechtliche Vorgaben bei Düngung und Pflanzenschutz, Resistenzbildungen etc. – auch für Ackerbauern ist die tägliche Arbeit zurzeit nicht gerade einfach. Trotzdem müssen auch in Zukunft die Bestände gesund erhalten werden. Pauschale Anwendungen sollten dabei aber noch stärker hinterfragt werden.
  • Seit das CRISPR/Cas9-System 2012 erstmals eingesetzt wurde, wird diese Weiterentwicklung molekulargenetischer Methoden aufgrund ihres enormen Potenzials als „Revolution“ bezeichnet – und dies branchenübergreifend. Diese „Genomchirurgie“ hat eine Debatte darüber ausgelöst, was in der Pflanzenzucht als „gentechnisch veränderter Organismus“ bezeichnet und entsprechend reguliert werden muss und was nicht.
  • Im Rahmen von Landesförderprogrammen aber auch als Greeningmaßnahme sind Gemenge mit Leguminosen zur GPS-Nutzung oder zum Drusch eine interessante Option. Die Produktionstechnik erfordert Fingerspitzengefühl.
  • Spätestens seit der Einführung des Greenings erfreuen sich Gemenge aus Leguminosen und Nichtleguminosen einer zunehmenden Beliebtheit, vor allem im Zwischenfruchtanbau. Ihr Nutzen für den Nährstoffhaushalt innerhalb der Fruchtfolge ist unumstritten, aber können die Nicht-Leguminosen direkt von der Stickstoffbindung ihres Mischungspartners profitieren?